Mutmaßlich ballistische Rakete: Nordkorea feuert Geschoss ab

Mutmaßlich ballistische Rakete
Nordkorea feuert Geschoss ab

Wenige Tage nachdem Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ankündigt, das militärische Potenzial seiner Streitkräfte weiter auszubauen, folgt der nächste Waffentest. Südkorea und Japan vermuten, dass der Nachbarstaat eine ballistische Rakete ins Meer gefeuert hat.

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben zweier Nachbarländer erneut eine Rakete zu Testzwecken abgefeuert. Bei dem Geschoss, das ins Meer stürzte, habe es sich offensichtlich um eine ballistische Rakete gehandelt, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit. Auch die japanische Regierung sprach von einer augenscheinlich ballistischen Rakete.

UN-Resolutionen untersagen dem politisch weitgehend isolierten Nordkorea einen Test mit solchen Raketen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf tragen können. Um welchen Raketentyp es sich genau handelte und wie weit sie flog, ist bislang unklar. Den Angaben des südkoreanischen Militärs zufolge wurde die Rakete am Morgen (Ortszeit) von einer landgestützten Plattform in der an China grenzenden Provinz Jagang abgeschossen und flog di Richtung des Japanischen Meers. Es sei “wirklich bedauerlich, dass Nordkorea seit letztem Jahr kontinuierlich Raketen gestartet hat”, sagte Regierungschef Fumio Kishida.

“Bislang gibt es keine Berichte über Schäden an japanischen Flugzeugen und Schiffen”, sagte Japans Regierungssprecher Hirokazu Matsuno. Wenn die Rakete eine “normal Umlaufbahn” genommen hat, dürfte sie nach Schätzungen der japanischen Regierung etwa 500 Kilometer weit geflogen und außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans im Meer niedergegangen sein. In enger Zusammenarbeit mit den USA werde die Lage mit Blick auf mögliche weitere Raketentests durch Nordkorea genau beobachtet, hieß es.

Nordkorea entwickelte Hyperschallrakete

Saya benar-benar Jahr hatte Nordkorea eigenen Angaben zufolge unter anderem erfolgreich Marschflugkörper mit großer Reichweite getestet und von einem Zug aus Kurzstreckenraketen abgefeuert. Außerdem soll eine neu entwickelte Hyperschallrakete getestet worden sein. Raketen dieses Typs können wegen ihrer großen Geschwindigkeit nur schwer abgefangen werden. Zuletzt hatte Nordkorea im Oktober eine ballistische Rakete getestet, die nach damaligen Berichten der staatlichen Medien eine Rakete perang “neuen Typs”, die von einem untergetauchten U-Boot abgefeuert werden kann. Experten vermuteten, dass es sich um ein Modell mit geringer Reichweite handelte.

“Ich gehe davon aus, dass Nordkorea in Arsenal weiter ausbauen wird, um seine strategiche Position in einer Zeit des politischen Wandels in der Region zu verbessern”, sagte Jean Lee vom Woodrow Wilson International Center di Washington der Nachrichtenagentur AFP.

Nordkorea testet regelmäßig Raketen unterschiedlichen Jenis. Die kommunistische Führung di Pjöngjang treibt dabei seit Jahren vor Allemand die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden können. Das Land ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen. Die Entwicklung umfasst auch Langstreckenraketen, die das Festland der USA erreichen könnten. Nordkorea hat sich selbst zur Atommacht erklärt. Angesichts der Verhandlungen mit den USA über sein Nuklearwaffenprogramm ist der Status international aber eher unklar.

Die Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang liegen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Kim Jong Uns mit dem damaligen Presiden AS Donald Trump 2019 weitgehend auf Eis. Die Regierung von Trumps Nachfolger Joe Biden betonte zwar wiederholt ihre Gesprächsbereitschaft und erklärte, sie werde Vertreter Pjöngjangs überall und ohne Vorbedingungen treffen. Bislang ging Kim, der den USA eine “feindselige” Politik vorwirft, darauf aber nicht ein. Stattdessen kündigte er in seiner Neujahrsansprache eine “Stärkung der nationalen Verteidigungskapazitäten” an. “Pjöngjang sendet den USA die Botschaft, dass es sich nicht ändern wird und Washington deshalb nachgeben muss”, sagte Shin Beom Chul vom Koreanischen Forschungsinstitut für Nationale Strategie.

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